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© 2012 Martin Nerbel - Distribution of Edition Serge Mouille

abgebildet ist  ein Foto von Serge Mouille
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SERGE MOUILLE (1922 - 1988)

Serge Mouille wird am 24. Dezember 1922 in Paris geboren. In den Jahren von 1936-41 besucht er die Schule der Angewandten Künste in Paris und absolviert eine Ausbildung zum Silberschmied unter Anleitung des Künstlers und Bildhauers Gilbert LaCroix. In dessen Atelier beginnt er auch 1941, nach Abschluss seines Studiums, als Assistent zu arbeiten.

 

1944 schließt er sich zusammen mit seinem Bruder der französischen Widerstandsbewegung Résistance‘ an. Nach Kriegsende 1945 bekommt er schließlich selbst eine Stelle als Lehrer an der Schule der Angewandten Künste und eröffnet sein eigenes Studio für Schmiedekunst. Die Entwürfe dieser Zeit umfassen Treppengeländer, Kronleuchter, Wandleuchten und 1952 das Automobil Zèbre in Zusammenarbeit mit Pierre Pothier und Jean-Pierre Darnat. 1953 wird er von Jaques Adnet beauftragt Leuchten zu entwerfen. Die Kunst des Leuchtenbaus lässt ihn zeitlebens nicht mehr los.

 

Natur und Erotik inspirierten Serge Mouille. Assoziationen zu weiblichen Körperrundungen oder anderen naturnahen Formen sind gewollt. Während der 50er Jahre entwirft er Leuchten der berühmten ‘Serie Noir‘. Die Reflektorschirme dieser Serie basieren auf einem Prototyp, genannt ‘Tétine‘ (Zitze), und sind aufgrund ihrer Form optimal für die Lichtrefl exion geeignet. Sie lassen sich über einen Gelenkkopf in praktisch jede Position stellen. Auch große, kantige, insektenartige Wand- und Stehleuchten mit zahlreichen Armen und kleinere rundere Wandleuchten entstanden in dieser Zeit. Einige seiner bekanntesten Arbeiten dieser Periode sind die Leuchten ‘Oeil‘ (1953), ‘Flammes‘ (1954) und ‘Saturn‘ (1958). Sein Ziel ist, eine kinetisch skulpturale Zeichensprache zu fi nden, die den Raum in Bewegung versetzt. Er sieht seine Leuchten als eine Reaktion auf italienische Modelle, welche zu Beginn der 50er Jahre den Markt überrollen, die ihn einerseits inspirieren, die seiner Meinung nach aber viel zu kompliziert konstruiert sind. Seine Arbeiten werden zu jener Zeit hauptsächlich in der Galerie ‘Steph Simon‘ in Paris gezeigt.

 

1955 wird er Mitglied der ‘Société des Artistes Décorateurs‘ und der Französischen Nationalgesellschaft für Kunst. Im gleichen Jahr bekommt er für seine Arbeit den Charles Plumet Preis verliehen. 1958 erhält er auf der Weltausstellung in Brüssel ein Ehrendiplom. Gegen Ende des Jahrzehnts beginnt Serge Mouille eher architektonische Leuchten zu entwerfen. Während der folgenden Jahre ist er verantwortlich für das Design der Leuchten der Universität Antony, von Schulen in Strasbourg und Marseille, sowie für die der Kathedrale in Bizerte. Ebenfalls Ende der 50er Jahre inspiriert ihn die Einführung der Neonröhre zur Entwicklung einer Reihe von Bodenleuchten. Diese Entwürfe, ‘Collonnes‘-Kollektion genannt, werden erstmals auf einer Messe für Innenarchitektur 1962 vorgestellt. Sie gehören zu seinen bekanntesten Spätwerken. 1961 gründet Mouille die Société de création de modèles um jungen, unkonventionellen Lichtdesignern eine offi zielle Plattform zu bieten. 1963 beendet er seine Tätigkeit als Leuchten-Designer und konzentriert sich fortan voll und ganz auf die Lehre. Seine Leuchten und Schmuckstücke präsentiert er auf zahlreichen Messen. Für sein Lebenswerk als Metallschmied und Designer bekommt er 1976 die Ehrenauszeichnung der Stadt Paris.

 

Serge Mouille stirbt 1988 in der Nacht vom 24. zum 25. Dezember.